St. Kilian – Bad Liebenstein

Erst seit dem Zweiten Weltkrieg existiert durch eine hohe Zahl zugezogener Heimatvertriebener eine kleine katholische Gemeinde in Bad Liebenstein, die sich im ehemaligen katholischen Kurheim Maria Regina eine Kapelle einrichtete.

Der Bau eines eigenen Gotteshauses konnte erst nach der Wende verwirklicht werden. Hierzu wurde 1997 ein Architekten-Wettbewerb durchgeführt, den das SaarbrückerArchitekturbüro Alt-Britz gewann. Die Weihe der Kirche erfolgte am 9. Juli 2000. Seit 2008 ist St. Kilian durch Zusammenschluss mit der katholischen Kirchgemeinde in Bad Salzungen nur noch Filialkirche. Sie teilt sich ihren Pfarrer mit der Pfarrkirche in Bad Salzungen; dieser wird von einem Klinikseelsorger, der für die Rehabilitationskliniken zuständig ist, unterstützt.

Die Kirche wurde vom Saarbrücker Architekten Peter Alt entworfen. Sie ist ein Bauwerk der Moderne und bietet Platz für mehr als 250 Besucher.

Das äußerlich schlichte, turmlose Gebäude kennzeichnet ein markanter würfelförmiger Fensteraufsatz mit farbig gestalteten Glasscheiben, der das Innere in einen goldig-warmen Lichtton taucht.
Dem quadratischen Gebäudegrundriss liegt die Vorstellung vom himmlischen Jerusalem aus der Offenbarung des Johannes zu Grunde, die sich auch in vielen Bauteilen und Ausstattungsgegenständen durch ein aus vier Quadraten gebildetes stilisiertes Kreuz widerspiegelt.

Die mit dem Kirchenvorstand und der Gemeinde geführten Debatten über die Gestaltung des Baus waren notwendig und hilfreich, da die Architektur nicht den traditionellen Vorstellungen von einer Kirche entspricht.

Allein die Stellung der Sitzbänke längs zum Altar schafft bereits eine andere Gemeinsamkeit beim Gottesdienst, äußerte der erste Pfarrer der Kirche Horst Kaspar.

Die Akzeptanz dieses modernen Bauens in der Gemeinde sei inzwischen vorhanden.

Quelle: wikipedia.org