St. Andreas – Bad Salzungen

St. Andreas Außenansicht

Die Geschichte der katholischen Kirche in Bad Salzungen beginnt mit dem ersten katholischen Gottesdienst nach der Reformation am 03. Mai 1914 in einem von der Gemeinde erworbenen Haus, dem jetzigen Pfarrhaus.

„Möge die Zeit nicht fern sein, wo die Andreasstraße wieder wie im Mittelalter der Weg zu einer neuen katholischen Andreaskirche wird.“ Dieser Wunsch des damaligen Predigers ging 1922/23 in Erfüllung, mitten in der Infaltionszeit. Als am 15. Juli 1923 die Kirche mit dem daneben errichteten Schwesternhaus vom Bischof geweiht wurde, beliefen sich die Baukosten auf 77 Billionen Mark.

Stifter dieser Kirche war ein von Kroatien nach England ausgewanderter Hotelbesitzer, Simon Harwarth. Blind geworden, suchte er in Bad Liebenstein Heilung und erfuhr dort von der Not der katholischen Christen in und um Bad Salzungen. Er stiftete einen beträchtlichen Teil seines Vermögens für den Bau dieser Kirche.Blick in den Altarraum

Die Andreaskirche zeigt sich heute so, wie sie 1986 bis 1989 renoviert wurde. Die Altäre sind Original-Barokaltäre und stammen aus Kirchen und Klöstern in Franken.

Das große Kreuz im Hochaltar wurde in den zwanziger Jahren von dem Würzburger Künstler Sonnleitner geschaffen. Wahrscheinlich befand sich ursprünglich an der Stelle das Bild der Pieta‘, das jetzt seinen Platz im kleinen Kirchenschiff rechts gefunden hat.

Die Statuen links und rechts vom Hochaltar stellen den Patron der Kirche, den Apostel Andreas, und den heiligen Bruder Konrad von Parzham dar, der in Altötting gewirkt hat (+ 1895).

Die Wandgemälde im Chorraum erinnern an den Apostel der Deutschen, den heiligen Bonifatius (links) und die heilige Elisabeth von Thüringen (rechts).

Blick auf die Orgel

Die 14 Stationen des Kreuzwegs an den Wänden sind Kopien eines Münchener Kreuzwegs, geschaffen von dem Maler Fugel.

Die weißen Medallions mit den Köpfen stellen die 12 Apostel dar, sozusagen die Grundsteine, auf denen die Kirche Christi für alle Zeiten aufgebaut ist.

Jeden Sonntag und auch werktags versammelt sich die katholische Gemeinde in ihrer Andreaskirche, um Gottes Wort zu hören und in der Eucharistie das Gedächtnis Christi, ihres Herren, zu begehen.